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Inhalt des Buches

Militärtransporte mit der Bahn hatten schon immer etwas Geheimnisvolles. Diese Züge sind bis heute in keinem Kursbuch vermerkt. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, hat Reserveoffizier und Journalist Joachim Lenk jetzt das Buch „Mit der Lokomotive zum Schießplatz“ geschrieben.

In seinem neuesten Nachschlagewerk geht Joachim Lenk von Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute unter militärischen Gesichtspunkten auf folgende Schienenverbindungen auf der Schwäbischen Alb ein: Echazbahn, Donaubahn, Hohenzollerische Landesbahn, Albbahn, Donaubahn, Illerbahn, Zollernbahn, Filsbahn, Brenzbahn sowie auf die Strecken von Amstetten nach Laichingen und Gerstetten.

Dabei werden unter anderem die ehemaligen und noch existierenden Garnisonen Ulm, Neu-Ulm, Dornstadt, Münsingen, Breithülen, Feldstetten, Amstetten, Engstingen, Urach, Sigmaringen und Stetten am kalten Markt beleuchtet.

Der Autor dokumentiert in Wort und Bild Situationen, die es heute in dieser Art und Weise gar nicht mehr gibt. So zum Beispiel der offene Transport der Sergeant-Raketen Anfang der 1960er-Jahre. Oder Soldaten, die im Gepäcknetz des Eisenbahnabteils schlafen. Er erzählt die Geschichte eines Militärpfarrers, der einen eigenen Schlafwagen erhält, von Bahnmitarbeitern, die leichtsinnig scharfe Stabbrandbomben im Bahnhof verstauen.

Auch beschreibt Lenk den Bau der einzelnen Bahnstrecken, von denen viele den Militärs zu verdanken sind. Und er berichtet von Angriffen während des Zweiten Weltkrieges, die die Alliierten gezielt auf strategisch wichtige Streckenabschnitte und Bahnhöfe in der Region flogen.  

Dann gibt es noch den Kommandeur, der Ende der 1950er-Jahre eine ausrangierte Dampflok in die Kaserne transportieren lässt. Sie sorgt einige Monate lang für Wärme in den Räumen ohne Heizung. Nicht zu vergessen sind die frechen Buben, die Wagenfett auf die Schienen schmieren, sodass der schwere Militärtransport in der Steigung ins Rutschen kommt.

Soldaten erinnern sich, wie sie früher Panzer verladen haben und teilweise mehrere Tage im Zug Richtung Truppenübungsplatz und Manöver unterwegs waren.

Eine Krankenschwester erzählt, wie sie im Ersten Weltkrieg Verwundete in den Zügen begleitet hat. Es gibt Militärfahrkarten von anno dazumal zu sehen, sowie Vorschriften der Militärs in Bezug auf Bahntransporte, die bislang geheim waren.

Dieses Buch konnte nur deshalb geschrieben werden, weil mehr als 100 Hobbyfotografen, darunter viele Soldaten, ihre privaten Fotoalben für dieses aufwendige Projekt geöffnet haben.

TV-Moderator und Eisenbahnexperte Hagen von Ortloff („Eisenbahn-Romantik“), der das Vorwort geschrieben hat, bestätigt, dass es bislang nichts Vergleichbares zu diesem Thema auf dem Büchermarkt gibt.

Hagen von Ortloff und Joachim Lenk

TV-Moderator Hagen von Ortloff (links) und Buchautor Joachim Lenk.

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